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Schallemissionsprüfungen

Schallemissionsprüfungen

Schallemissionprüfung

Allgemeines:

Die Schallemissionsanalyse ist eine leistungsstarke und vielseitig verwendbare Methode zur zerstörungsfreien Prüfung von metallischen Druckbehältern, Rohrleitungssystemen, Reaktoren und ähnlichem.
Ein kurzzeitiges, transientes Schallemissionsereignis entsteht durch freigesetzte elastische Energie, einen lokalen Ruck, einen lokalen Bewegungssprung. Dieser lokale Ruck stößt die Umgebung an, die elastisch nachgibt und zurückfedert. So entsteht eine elastische Welle, die sich von der Quelle ausgehend fortbewegt - und auch nicht angehalten werden kann.
Mit einer relativ kleinen Zahl von Sensoren an festen Positionen kann eine Struktur zu 100 % überwacht bzw. geprüft werden. Es ist nicht erforderlich, die Sensoren über das Prüfobjekt zu bewegen, um den Fehler zu suchen!
Die Schallemissionsprüfung (AT) wird als begleitendes Prüfverfahren u. a. bei der Abnahmeprüfung, Wiederkehrenden Prüfung und Lebensdauer-/Zustandsüberwachung von Druckgeräten eingesetzt.

Korrisionsprüfung

Begutachtung des Korrosionszustands von Tankböden

Rissprüfungen

Nachweis von Rissen bei der Abnahmeprüfung bzw. wiederkehrenden Prüfung von

  • Druckgasspeichern
  • Druckkesseln
  • Gasflaschen und Gastanks
  • Flüssiggasbehälter
  • Rohrleitungssystemen
  • Autoklaven
  • Trommeln zur Papiertrocknung
  • etc.

Der große Vorteil der AT liegt darin, dass die geforderte Wasserdruckprüfung bzw. Innere Untersuchung von Druckgeräte durch die AT ersetzt werden kann. (siehe auch DGÜW-V §41(3) und §42(6))

Eine normale Wasserdruckprüfung hat nämlich eine Anzahl von Nachteilen wie z. B:

  • Lange Betriebsunterbrechungen für den Betreiber
  • Im Rahmen der Konstruktion müssen gewisse Anlagenteile, z. B. Stützen, nur für die Erst- und wiederkehrende Wasserdruckprobe wesentlich überdimensioniert werden
  • Die nach der Wasserdruckprobe im Druckgerät verbleibende Restfeuchtigkeit kann während des folgenden Einsatzzeitraums zu Probleme führen (Korrosion, HIC)
  • Das zur Wasserdruckprobe verwendete Wasser ist danach verunreinigt

Vorteile der Schallemissionsprüfung (AT)

  • Das Druckgerät kann in vielen Fällen nahe des Betriebszustandes geprüft werden, d. h. bei tiefkalten Anwendungen wird der Werkstoff auch in diesem Temperaturbereich geprüft
  • Die Feuchtigkeit zufolge der Wasserdruckprüfung wird vermieden, da die Druckaufbringung meist mittels pneumatischen Medien erfolgt
  • nur beschränkte Zugänglichkeit des Prüfobjekt erforderlich
  • ermittelt aktiv Fehler
  • das Betriebsmedium nicht entleert werden muss
  • kein Druckprobenwasser benötigt wird und dieses wieder entleert werden muss
  • die Tragkonstruktionen des Behälters nicht auf das Druckprobenwassergewicht ausgelegt werden mussten, was insbesondere bei großen Druckwindkesseln von Bedeutung ist
  • es geringe Gesamtprüfkosten gibt
  • kein Blasenausbau bei Hydrospeicher notwendig ist
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